EUROLTA-Aufbauseminare
Die vier EUROLTA-Aufbauseminare (Zertifizierungsphase) besteht aus insgesamt 48 Unterrichtseinheiten (UE) à 45 Minuten. Die Seminare werden sprachübergreifend in deutscher Sprache angeboten und finden jeweils Samstags und Sonntags von 8:30 - 15:30 Uhr statt.
Aufbau 1
| Tag | Themen | UE |
| Samstag | Seminar 1: EUROLTA Aufbau Programm | 2 |
| Seminar 2: Kombinierte Fertigkeiten | 4 | |
| Seminar 3: Schwierige Lerner | 2 | |
| Sonntag | Seminar 4: Motivation | 2 |
| Seminar 5: Projekt Arbeit | 2 | |
| Seminar 6: Wortschatzvermittlung 2 | 4 |
Seminar 1:
Vorstellung der EUROLTA- Aufbauseminarreihe und Klärung aller Fragen zum Portfolio und zur Erlangung des Zertifikats.
Seminar 2:
Die Teilnehmenden erfahren, welche Möglichkeiten es gibt, die vier Fertigkeiten innerhalb des Unterrichts zu verknüpfen. Sie erkennen, welche Fertigkeiten üblicherweise zusammen geübt werden.
Seminar 3:
Die Teilnehmenden werden sensibilisiert dafür, welche Schwierigkeiten im Verhalten der Lerner es im Unterricht geben kann und sie erhalten Tipps, wie sie mit diesen Problemfällen umgehen können.
Seminar 4:
Die Teilnehmenden arbeiten gemeinsam die unterschiedlichen Beweggründe heraus, die Erwachsene dazu veranlassen, eine Fremdsprache zu lernen. Ob intrinsisch, extrinsisch, instrumental oder integrativ: die Teilnehmenden erkennen, welche Rolle die Kursleitung dabei spielt, die Motivation über die Dauer eines Kurses aufrechtzuerhalten.
Seminar 5:
In Mini-Gruppen werden die Teilnehmenden eine Projektarbeit vorbereiten. Diese Arbeit bildet einen Teil des Portfolios und ist daher ein Teil der Gesamtbewertung für jeden Teilnehmenden.
Seminar 6:
Die Teilnehmenden lernen Techniken zum Aktivieren und Üben von Vokabeln kennen. Sie werden dazu ermutigt, diese Techniken im Unterricht als Modelle für die Lernenden zu verwenden, damit diese sie auch außerhalb des Unterrichts anwenden und so ihre Lernerautonomie erhöhen können. Die Teilnehmenden erfahren, wie wichtig es ist, Vokabeln immer wieder aufzugreifen. Sie erkennen außerdem, wie wichtig es ist, Techniken zum Gebrauch eines Wörterbuchs zu vermitteln.
Aufbau 2
| Tag | Themen | UE |
| Samstag | Seminar 1: Authentische Materialien | 2 |
| Seminar 2: Einzelunterricht | 2 | |
| Seminar 3: Heterogenität und Binnendifferenzierung | 4 | |
| Sonntag | Seminar 4: Unterrichtsplanung 2 | 2 |
| Seminar 5: Konfliktmanagement | 4 | |
| Seminar 6: Interkulturelles Lernen 2 | 2 |
Seminar 1:
Wie kann authentisches Material am effektivsten im Unterricht eingesetzt werden? In diesem Seminar werden wir uns auf die Möglichkeiten, Vor- und Nachteile der Verwendung von authentischem Material konzentrieren. Wir werden auch untersuchen, wie Sprachlehrer authentisches Material für die Verwendung im Unterricht anpassen können.
Seminar 2:
In diesem Seminar werden wir die Unterschiede (und Ähnlichkeiten) zwischen Gruppenunterricht und Einzelunterricht untersuchen. Welche Techniken, Methoden und Übungsformen können in beiden Kontexten verwendet werden? Wie sieht die Rolle des Lehrers in beiden Kontexten aus und was sollen die Teilnehmenden besonders beachten?
Seminar 3:
Die Teilnehmenden werden sich bewusst, welche potentiellen Probleme in heterogenen Lerngruppen entstehen können. Sie lernen Strategien kennen, sie zu antizipieren und produktiv mit ihnen umzugehen.
Seminar 4:
Die Arbeit zur Unterrichtsplanung wird fortgesetzt und durch die Besprechung einer von den Teilnehmenden als Hausaufgabe vorbereiteten Lektion vertieft. Hier werden wir uns auf Zielsetzungen, mögliche Probleme, Lernphasen und Lernverlauf konzentrieren.
Seminar 5:
Die Teilnehmenden werden sensibilisiert dafür, welche Konflikte im Unterricht auftauchen können. An konkreten Beispielen werden Strategien entwickelt, um solche Konflikte aufzulösen.
Seminar 6:
Ziel dieses Seminars ist es, dass die Teilnehmenden erkennen, wie Sprache und Kultur im Unterricht verbunden sind wie sie als zusammengehörige Einheit vermittelt werden können. Sie lernen Strategien zur Umsetzung von interkulturellem Lernen kennen. Sie erkennen, dass Lernende unterschiedlicher Herkunft unterschiedliche Fehler beim Spracherwerb machen. Anhand von Beispielen werden sie für die jeweils unterschiedlichen Ursachen sensibilisiert, die Fehlern zu Grunde liegen können.
Aufbau 3
| Tag | Themen | UE |
| Samstag | Seminar 1: Unterrichtsplanung 3 | 2 |
| Seminar 2: Prüfungen und Lehrzielkontrolle | 2 | |
| Seminar 3: Portfolioworkshop | 4 | |
| Sonntag | Seminar 4: Neue Medien | 4 |
| Seminar 5: Projektarbeit und "Wie geht es jetzt weiter?" | 4 |
Seminar 1:
Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Unterrichtsphasen-Modellen, die ein Lehrer zur Strukturierung von Unterrichtseinheiten einsetzen kann, wie z.B. Aufgaben-orientiertes Lernen, Präsentation-Übung-Produktion oder Testen-Klären-Testen (Test-Teach-Test). Hier werden wir einige kennenlernen und analysieren.
Seminar 2:
Während dieses zweiten Seminars am Samstag werden die Teilnehmenden unterschiedliche Methoden der Lernzielkontrolle erarbeiten (z.B. formelle Tests, Portfolios, Selbstevaluation etc.). Außerdem erfahren sie, welche Sprachprüfungen es gibt und wie diese Sprachprüfungen den verschiedenen Stufen des Referenzrahmens zugeordnet sind.
Seminar 3:
Um das EUROLTA-Zertifikat zu bekommenen, muss jeder Teilnehmer, neben einer hospitierten Unterrichtsstunde, ein individuelles Portfolio einreichen. Das Portfolio besteht aus den schriftlichen Arbeiten, Projekten, Stundenplänen, Hausaufgaben und Lerntagebuch-Einträgen. Wir werden dieses Seminar benutzen, um die konkreten Anforderungen der einzelnen Arbeiten zu klären und Fragen zu Portfolios generell sowie dem zu erstellenden zu beantworten.
Seminar 4:
Die Zeiten von Kassettenrecorder und Schiefertafel sind lange vorbei. Heute haben Lehrer eine große Auswahl an zur Verfügung stehenden Mitteln, die sie im Unterricht einsetzen können. Vom interaktiven Whiteboard bis zu Podcasts, YouTube, Internet-Zeitungen und e-learning-Angeboten: es ist einfacher als je zuvor, authentisches Material in die Klassenzimmer zu bringen und durch eine Vielfalt abwechslungsreicher Methoden die Sprachlernenden zu engagieren und dadurch zu inspirieren.
Seminar 5:
Hier erhalten die Teilnehmenden erneut Zeit, um sich in Mini-Gruppen mit ihren Projekt-Arbeiten zu befassen und erhalten Unterstützung beim Ideen-Sammeln und Strukturieren ihrer Projekte. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die Pläne und Ziele der Teilnehmenden für die Zeit nach dem Kurs.
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