EUROLTA-Basisseminare
Die vier EUROLTA-Basisseminare besteht aus insgesamt 64 Unterrichtseinheiten (UE) à 45 Minuten. Die Seminare werden sprachübergreifend in deutscher Sprache angeboten und finden jeweils Samstags und Sonntags von 8:30 - 15:30 Uhr statt.
Basis 1
| Tag | Themen | UE |
| Samstag | Seminar 1: Einführung; Moodle | 1 |
| Seminar 2: Selbsterfahrung | 1 | |
| Seminar 3: Sprachanalyse, Spracherwerb | 4 | |
| Seminar 4: Referenzrahmen | 2 | |
| Sonntag | Seminar 5: Klassenmanagement | 2 |
| Seminar 6: Hören | 3 | |
| Seminar 7: Sprechen | 3 |
Seminar 1:
Gegenseitiges Kennenlernen der Trainer/-innen und Teilnehmenden. Die Teilnehmenden werden die Online-Lernplattform Moodle kennen lernen und Informationen zum Kursaufbau erhalten.
Seminar 2:
Die Teilnehmenden erfahren noch einmal, wie es ist, Schüler zu sein, und erleben Anfängerunterricht in einer Fremdsprache.
Seminar 3:
Nach diesem Perspektivwechsel erwerben sie grundlegende Kenntnisse der Sprachanalyse und des Spracherwerbs. Im Rahmen der Sprachanalyse setzen sie sich mit verschiedenen Aspekten, wie Phonologie, lexikalischen Strukturen, Textstrukturen und Fachterminologie, sowie systematischen und pragmatischen Aspekten der Sprache auseinander. Im Bereich des Spracherwerbs geht es u.a. um Theorien zu Spracherwerbsprozessen, Lerntypen und Lernumfeld.
Seminar 4:
Den Abschluss bildet am Samstag ein Seminar über die Inhalte des Europäischen Referenzrahmens. Die Teilnehmenden erkennen, in welchem Bezug diese Inhalte zu ihrer Unterrichtspraxis stehen.
Seminar 5:
Wir beginnen mit einem Seminar zum Klassenmanagement, in dem sich alles um die Organisation und Durchführung des Unterrichts und die Beziehung zwischen Lehrer und erwachsenem Lerner dreht.
Seminar 6:
Am Sonntag liegt der Schwerpunkt auf der rezeptiven Fertigkeit Hören und der produktiven Fertigkeit Sprechen. Die Teilnehmenden erfassen, welche Prozesse beim Hörverstehen zusammenwirken und welche unterschiedlichen Formen des Hörverstehens existieren. Sie lernen Übungsformen kennen, die das Hören gezielt trainieren.
Seminar 7:
Bei der produktiven Fertigkeit Sprechen liegt der Fokus darauf, die sprachliche Fertigkeit in Bezug auf Korrektheit und Flüssigkeit zu fördern. Darüber hinaus soll der Frage nachgegangen werden, mit welchen Aktivitäten die Lerner zum Sprechen motiviert werden können.
Basis 2
| Tag | Themen | UE |
| Samstag | Seminar 1: Lesen | 4 |
| Seminar 2: Schreiben | 4 | |
| Sonntag | Seminar 3: Wortschatzvermittlung | 4 |
| Seminar 4: Lernertypen und Strategien | 4 |
Seminar 1:
Am Samstag geht es um die Fertigkeiten Lesen und Schreiben. Die Teilnehmenden erkennen, welche Prozesse beim Verstehen eines Textes beteiligt sind und welche unterschiedlichen Formen des Leseverstehens möglich sind. Sie lernen Übungsformen und Strategien kennen, die das Lesen gezielt trainieren.
Seminar 2:
Die Teilnehmenden werden mit einigen typischen Schreibaufgaben für den Sprachunterricht vertraut gemacht. Die wichtige Funktion des Lehrers bei der Motivierung und Hinführung zum Schreiben; die Bedeutung eines klaren Adressaten und Anlasses werden ebenso thematisiert wie der Unterschied zwischen produkt- und prozessorientiertem Schreiben und dessen Auswertung.
Seminar 3:
Am Sonntag geht es zunächst um die verschiedenen Ebenen eines Wortes oder einer lexikalischen Einheit: Bedeutung, Form, Aussprache und Angemessenheit. Mehrkanalige Techniken zur Wortschatzvermittlung in der Zielsprache werden demonstriert und geübt. Lexikalische Beziehungen zwischen Wörtern (z.B. Kollokationen, Synonyme, Antonyme) werden ebenso angesprochen und wir erfahren, wie wichtig diese lexikalischen Beziehungen sind.
Seminar 4:
Zuletzt befassen sich die Teilnehmenden mit den unterschiedlichen Lernertypen und erfahren, mit welchen Lernstrategien diese erfolgreich Resultate erzielen können. Sie werden sich der Vielzahl unterschiedlicher Lernstile und persönlicher Präferenzen bewusst, die es unter erwachsenen Lernenden gibt. Eine Auswahl an Lernstrategien wird vorgestellt und die Teilnehmenden lernen eine Reihe von Aktivitäten kennen, mit denen die Entwicklung von Lerner-Autonomie unterstützt werden kann.
Basis 3
| Tag | Themen | UE |
| Samstag | Seminar 1: Grammatikvermittlung | 4 |
| Seminar 2: Übungsformen | 4 | |
| Sonntag | Seminar 3: Analyse Unterrichtsmaterial | 4 |
| Seminar 4: Unterrichtsplanung | 2 | |
| Seminar 5: Spiele im Unterricht | 2 |
Seminar 1:
Wie können grammatikalische Strukturen hinsichtlich Form, Bedeutung und Gebrauch eingeführt und geübt werden? Antworten auf diese Frage werden demonstriert und gemeinsam erarbeitet. Sie erfahren, wie wichtig die Vermittlung von Strukturen in einem tragenden inhaltlichen Kontext ist, damit die Lernenden vor allem Bedeutung und Verwendung genau erfassen können. Beispiele für schülerzentrierte Vermittlungstechniken werden gegeben.
Seminar 2:
Daran anschließend werden verschiedene Übungsformen zum Üben, Festigen und Überprüfen von Wortschatz und grammatischen Strukturen präsentiert und erprobt.
Seminar 3:
Die Teilnehmenden befassen sich mit dem Aufbau von Lehrwerken sowie der didaktischen Aufbereitung des Materials und analysieren, welchen Schwerpunkten und Fertigkeiten in unterschiedlichen Lehrwerken jeweils besonderes Augenmerk geschenkt wird. Ergänzen gehen wir im Seminar auf die Auswahl von Zusatzmaterialien unter Berücksichtigung der Zielgruppe ein.
Seminar 4:
Am Sonntagnachmittag werden die Teilnehmenden mit wesentlichen Elementen, wie Zielen, Phasen und Inhalten ihrer Unterrichtsplanung ebenso vertraut gemacht wie mit der Berücksichtigung der Besonderheiten ihrer Lernergruppe. Sie lernen verschiedene Zielebenen zu unterscheiden und diese den entsprechenden Phasen zuzuordnen und dafür mögliche Inhalte und Aktivitäten auszuwählen.
Seminar 5:
Das letzte Seminar dieses Wochenendes zeigt diverse spielerische Übungen, mit denen die Lernenden motiviert und gleichzeitig die Fertigkeiten, Wortschatz und Strukturen geübt werden können. Verschiedene Spiele werden gemeinsam ausprobiert und in Bezug auf ihre Einsetzbarkeit bewertet.
Basis 4
| Tag | Themen | UE |
| Samstag | Seminar 1: Fehlerkorrektur und Feedback | 3 |
| Seminar 2: Phonetik | 3 | |
| Seminar 3: Micro-peer Teaching Vorbereitung | 2 | |
| Sonntag | Seminar 4: Micro-peer Teaching | 5 |
| Seminar 5: Interkulturelles Lernen | 3 |
Seminar 1:
Wie zentral ein Feedback für Lernende ist, wird im ersten Seminar erörtert. Es wird gelernt, zwischen Inhalts- und Formfeedback zu unterscheiden und zu gewichten. Wann und wie Lernende eine Rückmeldung zu ihrem Lernfortschritt erhalten sollten, sind weitere zu beantwortende Fragen. Ein weiterer Aspekt des Seminars ist die Einschätzung, wann Korrektur angemessen ist und von Lernenden umgesetzt werden kann. Dazu werden auch Korrekturtechniken vorgestellt und erlernt.
Seminar 2:
Wie wichtig eine verständliche Aussprache ist, ist unbestreitbar. Im Zentrum steht, wie Übungseinheiten zum Trainieren der Aussprache sinnvoll und motivierend gestaltet werden können, um unterschiedliche Aspekte wie Satzakzent, Wortakzent und Intonation mit den Lernern zu üben und zu verbessern.
Seminar 3:
Peer-Teaching ist eine handlungsorientierte Unterrichtsmethode, indem die Teilnehmenden gegenseitig unterrichten. Wahrend dieses Seminar können alle Teilnehmenden auf der kommenden Unterrichtspraxis am Sonntag mit Unterstützung sich vorbereiten.
Seminar 4:
Peer-Teaching wurde erstmals in den 1970er Jahren entwickelt, um Lehrern die Möglichkeit zu geben, mit neuen Techniken und Methoden in einer sicheren und kontrollierten Umgebung zu experimentieren. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, eine zehn- bis fünfzehnminütige Phase einer Unterrichtsstunde vor den anderen zu halten, nachdem sie ihren Unterrichtsentwurf mit ihren Trainern besprochen haben. Das wird jedem die Gelegenheit geben, Techniken zu demonstrieren, die sie während des Kurses gelernt haben.
Seminar 5:
Zum Abschluss des Basismoduls wird der Bedeutung von Interkulturellem Lernen und der Untrennbarkeit von Sprache und Kultur nachgegangen. Außerdem werden gemeinsam die Stereotypen im Unterricht kritisch thematisiert.
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